Ein Naturgarten ist ein künstlich angelegter, naturnaher Lebensraum um die heimische Flora und Fauna zu unterstützen. Er dient als Wohlfühloase und Rückzugsort für uns Menschen um dem Alltag zu entfliehen. Im strukturreichen Naturgarten lernen Kinder den Umgang mit der Natur kennen und haben tolle Spiel- und Versteckmöglichkeiten. Naturnahe Flächen sind äußerst pflegearm, dürre- & hitzeresistent, zu jeder Jahreszeit bunt und strukturreich.
Hier finden sich z.B. Wildstrauchhecken und Wildblumenwiesen, Wege aus Naturmaterialien wie Holzhäcksel oder bewachsene Schotterwege, natürliche Wegeinfassungen, Hügel und Wälle, Senkgärten sowie Trockenmauern, Totholz und vieles mehr.
Der Garten wird standortgerecht angelegt. Dies verringert unnötigen Pflegeaufwand durch den Benutzer. Es bedarf nur weniger Eingriffe, einer sogenannten Entwicklungspflege, die sehr sporadisch, hauptsächlich am Anfang durchzuführen ist. Die standortangepasste Vegetation bleibt über einen langen Zeitraum im Garten erhalten.
Es ist wichtig überwiegend einheimische Wildpflanzen zu verwenden, denn im Laufe der Evolution haben sich viele Insekten an bestimmte Pflanzen so sehr angepasst, dass sie ohne diese nicht existieren können. So gibt es unter den rund 560 einheimischen Wildbienenarten, einige, die sich an spezielle Wirtspflanzen angepasst haben.
In einem Naturgarten versteht es sich außerdem auf alle chemischen Mittel, ob Pflanzenschutz oder Dünger, zu verzichten. Die Gestaltung erfolgt möglichst mit regionalen Materialien (Natursteine, Totholz, usw.). Kunststoffe werden möglichst nicht verwendet. Recycling-Material wird bevorzugt.